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Donnerstag, 21 März, 2013

In den letzten Monaten ist die Kritik an kostspieligen MBA-Programmen lauter geworden. Es heißt, dass zu oft die realen beruflichen Karriereperspektiven hinter den Erwartungen der Studierenden zurückbleiben. Mit neuen Konzeptionen, die stark auf kooperative Projektarbeit von Wirtschaftswissenschaftlern mit Absolventen anderer Fachbereiche abzielen, reagieren die Hochschulen. Auch die Integration disziplinenübergreifender Inhalte wird immer beliebter.

Der Master of Business Administration (MBA) galt lange Zeit als wichtigste formale Eintrittskarte zu einer internationalen Karrieren für Betriebs- und Volkswirte. Kritik an intransparenten Rankings, überhöhten Kosten und oft unbefriedigenden Karriereaussichten hat die Hochschulen in die Situation gebracht, die MBA-Programme interessanter gestalten zu müssen. In vielen Fällen haben die Hochschulen interdisziplinäre Ansätze und eine Integration fachfremder Grundlagenkompetenzen als Rezept für den Erhalt der Attraktivität der internationalen Programme erkannt.

MBA für Ingenieure und Geisteswissenschaftler

In vielen Branchen haben sich in den vergangenen Jahren die typischen Berufsbilder stark verändert. Techniker sind im Kundenkontakt mit Marketingaufgaben beschäftigt, Dozenten müssen die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen ihrer Kurse planen und selbst in den karitativen Berufsfeldern darf der Blick auf die Kosteneffizienz nicht fehlen. Die Veränderungen haben dazu geführt, dass in den Führungsetagen zunehmend die doppelte Qualifikation in einem nicht-ökonomischen Fachbereich und in der Businessadministration gefragt ist. Führungskräfte aus technischen und geisteswissenschaftlichen Disziplinen gehören deswegen mittlerweile zur Kernzielgruppe der MBA-Fortbildung.

Im und nach dem Studium profitieren komplexe Projekte vom interdisziplinären Austausch und der Kooperation ergänzender Fachkompetenzen. Entsprechend zielen manche MBA-Konzepte an internationalen Hochschulen darauf ab, die Absolventinnen und Absolventen auf ein gegenseitiges Verständnis und eine kooperative Herangehensweise vorzubereiten.

Interdisziplinäre Studieninhalte

Internationale Hochschulen haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und haben angefangen, ihre renommierten MBA-Programme mit interdisziplinären Inhalten an die neuen Anforderungen anzupassen. In diesem Kontext werden Studienangebote unterbreitet, in denen sich die Interessenten für komplexe Themen entscheiden, die im Laufe des Studiums aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. So werden Forschung, Lehre und Businessrealität perfekt miteinander verwoben.

Ein weiterer Ansatz, die interdisziplinäre Lösungskompetenz von High Potentials zu entwickeln, ist die Integration "kreativer" Fachbereiche in die MBA-Programme. Studierende, die sich außer mit Rechnungswesen und Marketing auch mit Philosophie und Kunst beschäftigen, trainieren auf diese Weise ihre Kreativität, die für die Lösung komplexer Aufgaben benötigt wird. Außer Fakten- und Theoriewissen erwerben die Absolventen der neuen, interdisziplinär ausgerichteten Programme Problemlösungskompetenzen und bekommen nicht-lineare Lösungsmethoden vermittelt. Mit diesem Instrumentarium sind Sie nach dem MBA-Abschluss für hochkomplexe Aufgaben im internationalen Wettbewerb gerüstet.