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Donnerstag, 22 Januar, 2015

Hindernisse beim Erwerb neuer Kompetenzen

Die Motivation, sich über ein Fernstudium oder per Fernlehrgang (ohne formalen akademischen Abschluss, häufig aber mit qualifiziertem Zertifikat) weiterzuqualifizieren sind vielfältig:

  • der Wunsch nach beruflicher Veränderung,
  • die Notwendigkeit, aktuelle Kompetenzen zu erwerben,
  • die Rückkehr ins Berufsleben nach einer Familienauszeit oder
  • der Ausgleich für einen wenig anspruchsvollen Job-Alltag

sind nur einige der Gründe, aus denen sich immer mehr Menschen für den Erwerb von beruflich nutzbaren Qualifikationen in Fernstudiengängen entscheiden. Je länger jedoch die Schul- oder Studienzeit zurückliegen, desto schwerer fällt es vielen, sich wieder an das regelmäßige Lernen in Eigenregie zu gewöhnen. Auch die Entscheidung für das zu den eigenen Plänen passende Fortbildungsstudium kann ein Hindernis darstellen. Für die Beratung können künftige Fernstudierende sich an die Fernhochschulen oder an neutrale Karriereberatungen vor Ort wenden. Das Lernen von Lernen dagegen ist eine Frage der persönlichen Disziplin.

Neun fächerübergreifende Tipps für das Fernlernen

Naturgemäß sind für verschiedene Lernformen und Studienfächer spezifische Lernmethoden und -techniken gefragt. Beim Erarbeiten der grundsätzlichen eigenen Lernkompetenz können jedoch die folgenden Hinweise helfen.

Regelmäßigkeit – In der Regel sind Lernerfolge effektiver zu erzielen, wenn Fernstudierende sich regelmäßig den Studieninhalten widmen. Die Länge der Lerneinheiten, die täglich oder alle zwei bis drei Tage eingeplant werden, kann variieren. Feste Lernzeiten erleichtern das Erarbeiten der Inhalte und helfen bei der Motivation.

Kooperation – Lerngruppen helfen sich durch gegenseitige Motivation, das gemeinsame Lernziel zu erreichen. Außerdem ermöglicht das kooperative Lernen besonders effiziente, kommunikative Methoden. Lernkooperationen können vor Ort oder online organisiert werden.

Zielformulierung – Die Definition eines Haupt- und mehrerer Zwischenziele hilft ebenfalls beim Fernstudium. Das Hauptziel erhält die Motivation, während die Zwischenziele als Lernetappen verhindern, dass das Fernziel aus den Augen gerät.

Spaß – Fernstudieren hat zwar meistens einen ernsten beruflichen Hintergrund, sollte aber dennoch mit Spaß einhergehen. Wer sich für das Lernen, die im gewählten Fernstudium vermittelten Inhalte und/oder das Lernziel begeistern kann, erhält sich die Motivation beziehungsweise findet dieselbe nach Misserfolgen und Lerntiefs schneller wieder.

Realitätsbezug – Auch neue Lerninhalten lassen sich häufig mit bereits Bekanntem in Beziehung setzen. Berufserfahrung oder früher Gelerntes helfen auf diese Weise, sich das neue Wissen effektiv zu erschließen und nutzbar zu machen. Praktische Beispiele helfen zudem beim Verständnis komplexer Zusammenhänge.

Individualität – Wie bei der Wahl des optimalen Lernrhythmus ("Regelmäßigkeit") ist auch die Wahl der Lernmethoden von der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Lerngewohnheiten abhängig. Verschiedene Lerntypen haben beim Aufnehmen und Behalten verschiedene Prioritäten und Bedürfnisse, die für einen guten Lernerfolg respektiert werden müssen.

Medienkompetenz – Zum Lernen bietet es sich an, möglichst viele Medien und Methoden zu nutzen. Auswendiglernen, Wiederholen von Merksätzen, Notizen auf Papier, anschauliche Computerprogramme und Visualisierungen auf Pinnwänden können sich auch beim Fernlernen optimal ergänzen.

Umweltbedingungen – Der richtige Lernort sowie die optimale Atmosphäre sind wichtige Beiträge zum Lernerfolg. Ob das ein klassisches, stilles Studierzimmer oder eine gemütliche Kuschelecke mit gemäßigter Geräuschkulisse ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Bewegung – Konzentration und körperliche Bewegung schließen sich nicht aus. Flexibles Sitzen oder Lerneinheiten, die im Gehen absolviert werden, beugen zudem schmerzhaften und insofern störenden Verspannungen, Muskelschmerzen und Verkrampfungen vor.