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Viele Menschen wünschen sich eine fortlaufende Weiterbildung in ihrem Berufsleben. Nicht umsonst ist der Begriff "Lebenslanges Lernen" in aller Munde. Mit unserem Ratgeber Fernstudium Kompakt möchten wir Ihnen einen umfangreichen und detaillierten Leitfaden zum Fernstudium und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten.

Ein Fernstudium richtet sich nicht nur an Absolventen eines Erststudiums. Vielmehr ermöglicht es denjenigen, die kein Präsenzstudium an einer Hochschule oder Universität besuchen können, ein umfassendes und in vielen Fällen auch berufsbegleitendes Erststudium zu absolvieren. Für Berufstätige bietet ein Fernstudium die Möglichkeit, ihre Fachkenntnisse berufsbegleitend auszubauen, einen zusätzlichen Abschluss zu erwerben und sich dabei orts- und zeitunabhängig weiter zu qualifizieren.

Anbieter & Fernhochschulen

Das Angebot an Fernhochschulen und Fernuniversitäten hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Sie interessieren sich für ein Fernstudium und möchten weitere Informationen zu den einzelnen Fernhochschulen anfordern? Unser Fernhochschul-Vergleich bietet Ihnen eine Übersicht der bekanntesten Anbieter und kostenloses Informationsmaterial. Informieren Sie sich jetzt über die einzelnen Fernstudium Anbieter und lernen Sie mehr über ihr Studienangebot.

Fachrichtungen und Schwerpunkte

Das Angebot an Fernstudiengängen und Fernkursen deckt heute eine große Spannweite ab. Dabei können sowohl zahlreiche Fächer von klassischen Hochschulen als auch umfangreiche Spezialkurse belegt werden.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen eines Fernstudium richten sich insbesondere nach dem Abschluss des gewählten Programms. Handelt es sich um ein universitäres Studium, so müssen Interessenten in der Regel die Fachhochschulreife vorweisen.

Vorteile

Ein Fernstudium bietet, im Gegensatz zum Präsenzstudium, vor allem den Vorteil, das Studium neben dem Beruf absolvieren zu können. Damit stehen dem Studenten in der Regel eine größere finanzielle Flexibilität zur Verfügung.

Nachteile

Dem Konzept und den Vorteilen des berufsbegleitenden Lernens stehen auch einige Nachteile gegenüber, die Interessenten vor dem Antritt eines Fernstudium genau prüfen sollten. Zu nennen ist hierbei insbesondere die Doppelbelastung aus Beruf und Studium. Fernstudium- Startseite

Was ist ein Fernstudium?

Ein Fernstudium ist eine spezielle Form des berufsbegleitenden Studiums. Es findet zum größten Teil nicht an der Hochschule, sondern im Selbststudium bzw. durch Online-Kurse statt. Dafür erhält man als Student von der Universität regelmäßig Materialien zur Verfügung gestellt. Dies kann in Form von Skripten, Online- oder. Multimedia-Materialien erfolgen und durch Präsenzphasen an der Hochschule ergänzt werden. Prüfungen werden entweder durch Einsendung, während den Präsenzphasen oder an verschiedenen Prüfungszentren abgehalten.

Das hat den Vorteil, dass Sie zeitlich nicht an Vorlesungen gebunden sind und sich ortsunabhängig weiterbilden können. Natürlich erfordert dies eine große Portion Eigenmotivation und Disziplin. Ein Fernstudium ermöglicht gleichzeitig, während des Studiums voll berufstätig zu bleiben und sich trotzdem weiterzubilden.

Als Student werden Sie dabei meist individuell von einem Dozenten oder Tutor Ihres Studienfachs betreut. Je nach Programm und Hochschule schwankt die Zahl der Studenten pro Tutor. Ein guter Richtwert sind ca. 15 bis 20 Studenten pro Dozent.

In Deutschland werden Fernstudiengänge bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts angeboten. Gerade in den letzten Jahren erfahren die Angebote auch durch technische Weiterentwicklungen und Online-Angebote wie MOOCs (Massive Open Online Courses), E-Learning und die Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge einen erheblichen Aufschwung.

Abgrenzung und Abschlüsse

Das Fernstudium wird in der Regel mit einem akademischen Grad abgeschlossen, also einem Bachelor, Master oder Diplom. Dafür muss die Hochschule allerdings staatlich anerkannt sein. Das Fernstudium wird so auch vom Fernunterricht abgegrenzt. Auch wenn im Alltag die beiden Begriffe oft synonym verwendet werden, führt nur das Fernstudium zu einem akademischen Abschluss. Fernunterricht führt dagegen oft zu anderen professionellen Qualifikationen.

Mischformen - zwischen Uni und zu Hause

Wer sich für ein Fernstudium interessiert, merkt schnell, dass viele Anbieter das Fernstudium durch Präsenzphasen ergänzen. So muss zwar der größte Teil des Lernstoffs zu Hause selbstständig erarbeitet werden, aber zwischendurch gibt es immer wieder Tage oder Wochenenden an der Uni. Durch die Möglichkeiten des Online-Unterrichts können Kurse teilweise auch online stattfinden. So sind Sie teilweise zwar zeitlich gebunden, sparen sich aber die Anreise zur Hochschule.

Eine besondere Mischform ist das Verbundstudium. Anders als beim klassischen Fernstudium machen die Präsenzphasen 30-40% des Studiums aus. Diese werden durch E-Learning sowie Selbststudium ergänzt. Damit ist der Anteil an Präsenzphasen deutlich höher als beim „normalen“ Fernstudium.

Ein Verbundstudium eignet sich besonders für Berufstätige oder Personen in Elternzeit, denn die Präsenzphasen sind gewöhnlich auf Wochenenden verteilt, wobei darauf geachtet wird, dass Ferienzeiten ausgespart werden. Momentan wird das Verbundstudium in Deutschland allerdings nur an Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen angeboten und endet mit einem Fachhochschulabschluss.

Fernstudium - Für wen? Und wann besser nicht?

Ein Fernstudium eignet sich besonders dann, wenn ein Vollzeit-Studium aus persönlichen Gründen nicht in Frage kommt und es in der unmittelbaren Umgebung keine Hochschule gibt, die ein Teilzeitstudium anbietet.

Vorteile

Der größte Vorteil eines Fernstudiums ist die räumliche und zeitliche Unabhängigkeit, da der Stoff im Selbststudium erarbeitet wird. Sie können den Stoff in Ihrem eigenen Tempo durchgehen und so oft wiederholen, wie das für Sie individuell nötig ist.

Sie können das Fernstudium berufsbegleitend absolvieren und zum Beispiel auf Geschäftsreisen im Hotel lernen. Somit verdienen Sie weiterhin Ihr Gehalt und können die Familie versorgen oder Ihren Lebensstandard halten. Darüber hinaus droht kein Karriereknick, da Sie Ihre berufliche Laufbahn auch während des Studiums vorantreiben können.

Wenn ein Notfall eintreten sollte oder Sie eine berufliche Chance erhalten, die Ihre gesamte Zeit vereinnahmt, ist dies mit einem Fernstudium meist leichter zu vereinbaren als bei anderen, klassischen Studienformen. Denn gerade im Fernstudium sind ein paar Monate Pause beim Lernen oder sogar ein Urlaubssemester recht unkompliziert einzurichten.

Nachteile

Die vielen Freiheiten des Fernstudiums erfordern viel Disziplin. Sie müssen Ihr Studium, Beruf, Familie und sonstige Tätigkeiten unter einen Hut bringen, ohne dass Ihnen jemand regelmäßige Termine für Vorlesungen vorgibt. Das ist nicht einfach. Schätzungen zufolge brechen zwischen 30 und 50 Prozent aller Fernstudenten ihr Studium ab, weil sie den Zeitaufwand unterschätzt haben.

Durch den Mangel an Kontakten zu Ihren Studienkollegen können Sie weniger intensiv Netzwerken als Studenten in Präsenzstudiengängen. Immerhin erfordern die meisten Fernstudiengänge einige regelmäßige Präsenztage, an denen Sie die Chance ergreifen sollten, neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Die Kommilitonen helfen dann oft auch, am Ball zu bleiben und sich auch in schwierigen Situationen zum lernen zu motivieren.

Die oft weite räumliche Entfernung zum Campus begrenzt Ihre Möglichkeiten, andere Angebote Ihrer Hochschule wahrzunehmen. Diese Angebote reichen gerade bei größeren Universitäten mit einem breiten Angebot an Präsenzstudiengängen von Sprachkursen über Vorträge hochkarätiger Persönlichkeiten bis zu Karriereberatung und aktivem Recruitment von großen Unternehmen. Unabhängig von der Entfernung sollten Sie darauf achten, einen guten Online-Zugang zur Bibliothek zu haben oder eine gute Bibliothek in der Nähe Ihres Wohn- oder Arbeitsortes nutzen zu können!

Wo studieren?

Im deutschsprachigen Raum ist die Fernuniversität Hagen nicht nur der größte Anbieter von Fernstudiengängen sondern, gemessen an der Zahl der eingeschriebenen Studenten, auch die größte Universität überhaupt. Die Fernuniversität Hagen hat einen gesamtstaatlichen Auftrag, Fernstudiengänge in Deutschland anzubieten und arbeitet auch mit der Stiftung für Universitäre Fernstudien der Schweiz und der Universität Linz in Österreich zusammen.

Darüber hinaus gibt es in Deutschland auch eine Reihe an privaten Anbietern, die ausschließlich Fernstudiengänge anbieten. Daneben bieten immer mehr Präsenzuniversitäten ebenfalls Fernstudiengänge an.

Einen Überblick über die Angebote erhalten Sie beim Hochschulkompass, einer Vereinigung der Hochschulen: http://www.hochschulkompass.de/studium/suche/fernstudium.html Interessenvertreter für Fernstudienlehrgänge sind das Forum Distance Learning: http://www.forum-distance-learning.de/ und die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium DGWF: https://dgwf.net/

Auswahlkriterien

Bei der Auswahl der (Fern-)Hochschule sollten Sie einige Punkte beachten:

Um im Anschluss an Ihr Studium auch Personaler zu überzeugen, sollte die Universität oder FH eine international anerkannte Akkreditierung besitzen. Im deutschsprachigen Raum ist besonders die der FIBAA verbreitet. Dies gilt allgemein als Qualitätsgarantie für Ihren Studiengang.

Praxisbezug ist wichtig. Der Studiengang sollte so aufgebaut sein, dass er Ihnen nicht nur theoretische Grundlagen vermittelt, sondern Ihnen auch Handwerkszeug an die Hand legt, das Sie möglichst schnell im Berufsalltag einsetzen können - vielleicht sogar schon während des Studiums!

In der heutigen, immer globaler vernetzten Welt sollten Sie auch beachten, wie international das Studium ausgerichtet ist. Sie sollten im Studium Praktiken und Systeme aus anderen Ländern kennen lernen und immer wieder zum globalen Denken angeregt werden.

Neben diesen Kriterien raten wir Ihnen, sich vor Ihrer endgültigen Entscheidung die Antworten zu den folgenden Fragen zu überlegen:

  • Passen die Studieninhalte zu Ihren persönlichen Zielen? Können Sie dort Prioritäten setzen, wo es Ihnen im beruflichen Alltag am meisten bringt?
  • Wie viel Zeit müssen Sie für Reisetage an Ihren Hochschulort einplanen und wie häufig sind die Präsenzzeiten? Sind Sie bereit, den ggf. nötigen Urlaub für diese Anreisen und Präsenztage zu verwenden?
  • Können Sie Einrichtungen der Universität nutzen- evtl. sogar von zu Hause übers Internet? Gerade ein Zugang zur Bibliothek mit vielen online verfügbaren Medien ist für Hausarbeiten wichtig. Können Sie alternativ Einrichtungen in Ihrer Nähe nutzen?
  • Wie gut sind Tutoren und Dozenten zu erreichen?Wie lange dauert es in der Regel, bis Sie auf eine erbrachte Leistung eine Rückmeldung und Feedback erhalten?
  • Wie viele Studenten gehören zu Ihrer Studiengruppe/Ihrem Klassenverband bzw. werden von einer Person betreut? Wie hilft die Universität Ihnen, hier neue Netzwerke zu schaffen?

Die häufigsten Fragen - kurz beantwortet

Welche Abschlüsse gibt es?

Laut Definition endet ein Fernstudium mit einem akademischen Abschluss, in den meisten Fällen also ein Bachelor, Master oder Diplom. Im Fernunterricht kann man auch berufsspezifische Qualifikationen erwerben.

Die Auswahl an Fächern, die als Fernstudiengänge angeboten werden, ist mittlerweile sehr breit. Die populärsten Fächer sind dabei BWL, Medien, Informatik, Maschinenbau, soziale Fächer sowie Psychologie.

Wie lange dauert ein Studium und wie viel Zeit muss ich einplanen?

Die Studiendauer hängt vom Fach und Abschluss ab- und natürlich davon, wie viele Kurse man individuell pro Semester belegen und bestehen kann. Generell sollte man mit einer Studiendauer von nicht unter zwei Jahren rechnen, viele Studenten benötigen jedoch länger.

Realistisch sollte man mit ca 15 bis 20 Stunden Arbeitsaufwand pro Woche rechnen. Somit schränkt ein Fernstudium die Freizeit deutlich ein. Vor Aufnahme eines Studiums sollte man sich darüber bewusst sein und das auch mit dem Umfeld klären und deren Unterstützung sichern.

Sind Abschlüsse im Fernstudium anerkannt?

Abschlüsse, die an einer staatlich anerkannten Universität erworben werden, genießen gleichwertige Anerkennung wie Abschlüsse, die im Präsenzstudium oder in Abendstudiengängen an staatlich anerkannten Hochschulen erworben werden.

Bei Arbeitgebern sind Absolventen von Fernstudiengängen sehr anerkannt, denn der Abschluss verdeutlicht Durchhaltevermögen, Disziplin, Organisationsvermögen, Zielstrebigkeit und hohe Eigenmotivation. Laut einer Forsa-Umfrage schätzen rund 80 Prozent der Arbeitgeber in Deutschland einen Abschluss aus einem Fernstudium mindestens gleichwertig oder sogar höher ein als einen „klassischen“ Studienabschluss.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Normalerweise erfordert ein Hochschulstudium die Hochschulreife, also Abitur oder mindestens Fachabitur. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. In einigen Studiengängen können Eignungsprüfungen, Ausbildung und langjährige Berufserfahrung das Abitur ersetzen. Erkundigen Sie sich einfach in dem Fachbereich, der Sie interessiert!

Fazit

  • Ein Fernstudium ist ein Studium, das zeitlich und örtlich flexibel durchgeführt wird. In der Realität werden die Phasen des Selbststudiums durch Präsenzphasen an der Hochschule ergänzt.
  • Ein Fernstudium hat viele Vorteile und Nachteile, die gut abgewogen werden sollten, da die Abbrecherquote deutlich höher liegt als in Präsenzstudiengängen. Denn während man im Beruf bleiben und flexibel lernen kann, sind auch viel Eigenmotivation und Organisationstalent gefragt.
  • Arbeitgeber schätzen Absolventen von Fernstudiengängen gerade aufgrund der zusätzlichen Schwierigkeiten, die diese Studienform mit sich bringt. Die gezeigte Motivation, Zielstrebigkeit und Selbstständigkeit, gepaart mit der praktischen Erfahrung, die Studenten zusätzlich zum Studium im Beruf erwerben, machen diese Absolventen zu begehrten Arbeitskräften.
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